Keine Angst vor Bärlauch!


Das Superfood aus dem Wald
wild garlic

Der Winter ist fast vorbei und die ersten Frühlingsboten sind schon da. Man kann auch die Vögel  singen hören und aus dem Boden sprießen bereits die ersten Blumen wie Schneeglöckchen, Primeln oder Krokusse. Eine der wichtigsten Pflanzen für den Menschen ist zu dieser Jahreszeit jedoch der Bärlauch. Anfang März, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen auf den kalten Waldboden treffen, streckt er seine jungen, knallgrünen Triebe vorsichtig aus der Erde. Ein Spaziergang durch den Wald wird dabei zu einem besonderen Erlebnis, da der Bärlauch die Waldluft mit betörendem Knoblauchduft versetzt. Diesem Duft kann wohl kaum wer standhalten und er verlockt zum Bärlauchpflücken.

Leider verzichten viele Menschen auf den einmaligen Genuss von frisch gepflücktem Bärlauch, da sie Angst haben ihn mit giftigen Pflanzen zu verwechseln. Dabei ist Bärlauch eine der gesündesten Pflanzen der heimischen Küche und eignet sich ideal als würzige Zutat zu Suppen, Saucen, Knödeln, Pesto und vielem mehr!

Ein kurzer Blick auf giftige Doppelgänger des Bärlauchs zahlt sich aus, um die Angst vor Verwechslungen zu überwinden:

Bärlauch vergleich

Quelle: Body meets Soul

Woran erkenne ich sicher Bärlauch?

– Bärlauch hat eine matte Blattunterseite, im Gegensatz zum Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen, welche eine glänzende Blattunterseite aufweisen.

– Bärlauch ist die einzige Pflanze, die intensiv nach Knoblauch riecht. Vorsicht aber beim Pflücken! Riechen erstmal die Finger nach Bärlauch, kann man andere Pflanzen allein durch den Geruch nicht mehr unterscheiden.

– Die Bärlauchblätter sind sehr zart und weich, ganz anders die Maiglöckchen- oder Herbstzeitlosenblätter die eine viel festere Struktur aufweisen.

– Maiglöckchen- und Herbstzeitlosenblätter zeigen meist nach oben, Bärlauchblätter „hängen“ etwas.

– Das Bärlauchblatt wächst an einem einzelnen Stängel. Maiglöckchenblätter enthalten immer 2 Blätter pro Stängel, bei Herbstzeitlosen wachsen mehrere Blätter pro Stängel.

– Bärlauch und Maiglöckchen sind zudem im Wald anzutreffen, die Herbstzeitlose auf Wiesen.

– Verwechslungen mit Aronstab sind ebenfalls nicht auszuschließen, wie sich letztes Jahr zeigte. Der Discounter Hofer musste seine Bärlauch Wildsammlung zurückrufen, nachdem Kontaminationen mit Aronstab nachgewiesen wurden und mehrere Personen über Übelkeit und Erbrechen klagten.

Kleiner Tipp: Bärlauch vor der Blüte sammeln. Die Blätter schmecken nach der Blüte nicht mehr gut. Allerdings sind die Knospen dafür ein echtes Highlight! 🙂

Warum ist Bärlauch so gesund?

Wie man unschwer am Geruch erkennen kann, ist Bärlauch verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Er enthält schwefelartige ätherische Öle die vielerlei positive Auswirkungen haben. So kann beispielsweise Arteriosklerose, Darmerkrankungen oder zu hoher Blutdruck effektiv therapiert werden. Zudem wirken die ätherischen Öle desinfizierend und befreiend auf die Atemwege. Die scharfen Senfölglykoside regen Verdauung und den Stoffwechsel an. Bärlauch ist auch reich an Vitamin C, welches dem Immunsystem einen ordentlichen Schub verleiht! Als wertvolle Eisenquelle dient der Bärlauch ebenfalls. Der Bärlauch ist somit die ideale Pflanze, die den Körper nach einem langen Winter mal ordentlich reinigt und auf Vordermann bringt. 😉

Bärlauch in der Küche

Bärlauch kann man auf unterschiedlichste Weise in der Küche einsetzen, z.B. als Zugabe zu Suppen, Saucen, Gemüsepfannen oder Gemüsestrudel. In jedem Gericht ist er eine willkommene Abwechslung. Sehr beliebt ist das Bärlauchpesto. Das Rezept dazu findet sich hier. Guten Appetit! 🙂