Veganer Honig – wie ist das denn möglich!?


Experiment "Löwenzahnhonig" :)
Honig

Als ich noch nicht vegan war, hatte ich Honig immer sehr gerne. Nun verwende ich als Süßungsmittel Agavendicksaft oder Ahornsirup. Diese sind von der Farbe und von der Konsistenz ähnlich dem Honig und schmecken auch sehr gut. Aber als ich unlängst veganen Löwenzahnhonig probiert habe, tat sich mir eine ganz neue Welt auf! 🙂

Löwenzahnhonig ist von Bienenhonig kaum zu unterscheiden, wenn er gut gemacht ist. Farbe, Konsistenz und Geschmack sind verblüffend ähnlich – ein Fest für die Geschmacksknospen! Der Vorteil von Löwenzahnhonig liegt eindeutig auf der Hand: er ist regional, saisonal und man muss den Bienen nichts wegnehmen. Der einzige Nachteil von Löwenzahnhonig ist der hohe Zuckeranteil. Sieht man Löwenzahnhonig allerdings als Genussmittel, welches man hin und wieder in kleinen Mengen verwendet, ist der Zucker dann doch nicht so tragisch. Außerdem ist Bienenhonig vom Zuckeranteil und den Kalorien auch nicht besser.

Zutaten für ca. 250ml (entspricht 2 kleinen Marmeladegläsern):

– 100 Löwenzahnblüten (gerne auch mehr)
– 1 Bio-Zitrone
– 750g braunen Zucker

Zubereitung:

Die Blüten auf einer Fläche pflücken, die nicht von Hunden genutzt wird und auch nicht an einer Straße liegt. Löwenzahnblüten pflückt man am besten an einem warmen, trockenen und sonnigen Tag, wenn sie in voller Blüte stehen. Zu Hause die Blütenblätter sofort von den grünen Anteilen abzupfen (die grünen Anteile würden den Honig bitter machen). Die Blütenblätter und die, in Scheiben geschnittene, Zitrone in 0,5 L Wasser über Nacht einweichen. Am Nächsten Tag über ein Sieb abseihen und etwa 30min köcheln lassen. Anschließend den Zucker hnzufügen und ca. 2h Stunden auf kleiner Flamme kochen (eventuell auch kürzer?). Zwischendurch immer umrühren und Acht geben auf die Schaumbildung. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, den Löwenzahnhonig in saubere Gläser abfüllen.

Tipp: Der Löwenzahnhonig gelingt nicht immer beim ersten Mal, man braucht etwas Gefühl und Erfahrung, um die richtige Konsistenz hinzubekommen. Meiner Meinung nach würde wahrscheinlich 1h Stunde kochen auch reichen, da mein Honig etwas zu fest geworden ist. Da ich nur braunen Zucker verwendet habe, ist der Honig auch sehr dunkel. Wer ihn gerne heller möchte, muss mit weißem Zucker mischen.