Veganes Festtagsessen


Deftig und fein!
Festessen

Auch in der veganen Ernährung muss man nicht auf deftige Hausmannskost und traditionelle Festtagsspeisen verzichten, denn viele typisch österreichische Gerichte lassen sich wunderbar vegan umwandeln bzw. enthalten schon von Haus aus rein pflanzliche Komponenten. Eines meiner Lieblingsspeisen sind Seitanfilets mit Kartoffelknödel und Rotkraut. Dieses Gericht lässt sich zum Beispiel universal für Weihnachten und Martini einsetzen! 🙂

Das tolle an dieser Speise ist, dass Kartoffelknödel und Rotkraut schon immer vegan waren und dass Seitan ein idealer „Fleischersatz“ ist. Seitan wurde bereits vor 1500 Jahren von buddhistischen Mönchen entwickelt, ist sehr eiweißhältig und ein sehr niedrig verarbeitetes Lebensmittel. Deswegen empfinde ich Seitan nicht wirklich als Fleischersatz, da es eigentlich ein eigenes Lebensmittel mit sehr langer Tradition ist (obwohl es in Geschmack und Konsistenz schon ein wenig an Fleisch erinnert). Vorsicht ist nur bei Zöliakie geboten: wer Gluten und Weizen nicht verträgt, sollte einen großen Bogen um Seitan machen!

Rezept für 2-3 Portionen Seitanfilets mit Rotkraut und Kartoffelknödel:

Zutaten:

– Rotkraut (entweder abgepackt oder frisch gehackt)
– 500g Kartoffeln (am besten mehlig)
– 2 EL Maizena
– ca. 100g Mehl
– 2 EL Rapsöl (oder anderes Öl)
– 1 guter Schuss Sojamilch
– 1 Prise Salz
– fertige Seitanfilets (z.B. von Hiel) oder Seitanpulver (z.B. von Maran Vegan) zum Selberwürzen
– 1 Zwiebel

Zubereitung:

Die Kartoffeln vierteln und dampfgaren (optional kochen). Nach ca. 20 Minuten schälen und mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer gut zerdrücken. Anschließend mit Mehl, Maizena, Sojamilch, Salz und Öl vermischen. Den Teig gut durchkneten. Er sollte sich am Schluss gut formen lassen und nicht zu sehr an den Händen kleben. Für die optimale Konistenz kann man noch etwas mit der Menge des Mehls oder der Sojamilch variieren. Eine Arbeitsfläche bemehlen und den Teig darauf zu einer Walze formen. Die Walze in gleich große Stücke schneiden und zu Knödeln rollen. Danach 10-15 Minuten kochen.

Version 1 für Faule: Währenddessen das Rotkraut erhitzen und die gekauften Seitanfilets mit Zwiebel von beiden Seiten knusprig anbraten.

Version 2 für Profis: Bevor die Kartoffeln gekocht werden, muss das Seitanpulver gewürzt und mit Wasser vermischt werden. Eine Würzmischung kann zum Beispiel bestehen aus: Sojasauce, Knoblauch, Pfeffer, Tomatenmark, Senf, Liebstöckel und Paprika. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen! 🙂 Wichtig ist nur ausreichend zu würzen, da das Seitanpulver neutral schmeckt. Je nach Menge (und Packungsangabe) mit Wasser vermischen und zu einem Teig formen. Aus dem Teig lassen sich Filets, Knödel, etc. weiter formen. Danach 5 Minuten in sprudelndem Wasser kochen und 15 Minuten schwach köcheln lassen. Gut abtropfen und von beiden Seiten mit Zwiebel anbraten.

Tipp: Dazu passt ein veganer Rotwein z.B. von Otto Knaus oder Weinbau Fürnkranz.